Was ist Rehasport?

Rehasport ist eine Therapieform, die Betroffenen oder von Behinderung bedrohten Menschen dabei helfen soll sich wieder in das Arbeitsleben und in die Gesellschaft einzugliedern. Ziel des Rehasports ist es, die Koordination und die Flexibilität zu verbessern, das Selbstbewusstsein sowie die Kraft und die Ausdauer zu stärken. Außerdem sollen die Rehasportler Hilfe zur Selbsthilfe lernen und die eigene Verantwortung für Ihre Gesundheit stärken sowie an ein lebenslanges Sporttreiben herangeführt werden. Rehabilitationssport wirkt mit den Mitteln des Sports ganzheitlich auf den Menschen mit einer Erkrankung oder Behinderung ein.

Warum ist Rehasport sinnvoll?

Sie waren lange nicht mehr körperlich aktiv und sind wenig belastbar, dann können Sie durch den Rehasport wieder langsam an das Sporttreiben herangeführt werden.  Das Rehasportprogramm wird auf Ihre individuellen Bedürfnisse abgestimmt.  Sie als Rehasportler kommen mit Menschen in Kontakt, die ähnliche Beschwerden/Erkrankungen haben wie Sie. Sie können Ihre Erfahrungen untereinander austauschen und müssen daher keine Hemmungen bei der Durchführung der einzelnen Übungen haben.  Die Rehasportmaßnahme können Sie ohne Zuzahlung in Anspruch nehmen.

Wer kann Rehasport nutzen?

Jeder, der eine Rehasportverordnung von seinem Arzt ausgestellt bekommt, kann an einem Rehasportprogramm teilnehmen.  Es wird darauf geachtet, dass die Rehasportkurse homogen sind, d.h. die Teilnehmer ähnliche Erkrankungen und Beschwerden aufzeigen.

FAQ

Wie erhalte ich eine Rehasportverordnung?

Ihr behandelnder Arzt stellt Ihnen eine solche Rehasportverordnung aus. Im Regelfall  wird ihr behandelnder Arzt bei akuten Beschwerden eine auf Sie abgestimmte Therapie verordnen,  die Sie im Anschluss durch gezieltes Training selbständig weiterführen sollten. Um dies in einem fachmännisch geleiteten Rahmen stattfinden zu lassen, wird ihnen Ihr Arzt eine Rehasportverordnung ausstellen.
Erkundigen Sie sich einfach bei ihrem Arzt, Ihrer Krankenkasse oder direkt bei uns.

Was mache ich, nachdem ich eine Rehasportverordnung erhalten habe?

Sie lassen sich Ihre Rehasportverordnung von Ihrer Krankenkasse genehmigen. Anschließend suchen Sie sich eine passende Trainingsstätte aus mit der Sie einen Beratungstermin vereinbaren. Der Rehasportverantwortliche dieser Trainingsstätte informiert Sie in einem persönlichen Gespräch über das weitere Vorgehen.  Dabei erfolgt eine Anamnese und es wird ein individueller Check- Up durchgeführt, um einen optimalen Trainingsplan erstellen zu können.

Wo kann ich Rehasport in meiner Nähe betreiben?

Hier finden Sie Ihr nächstgelegenes Rehasportstudio.

Welche Kosten kommen auf mich zu?

Sofern der Kostenträger die beantragte Kostenübernahme genehmigt, ist die Verordnung für Sie als Versicherter beitragsfrei und bedarf keiner Mitgliedschaft. Die Kostenträger begrüßen es, wenn Sie über den Rehasport hinaus an weiterten Leistungen, wie beispielsweise einem individuellen Gerätetraining, teilnehmen. Zu den Kostenträgern gehören Krankenkassen, Renten- und Unfallversicherungen.

Wie sieht das Rehasportprogramm genau aus?

Der Leistungsumfang in der gesetzlichen Krankenversicherung umfasst im Regelfall 50 Übungseinheiten, die innerhalb von 18 Monaten absolviert werden müssen. Der behandelnde Arzt entscheidet über die Anzahl der Trainingseinheiten, die in der Regel 1-2 mal pro Woche stattfinden. Der Rehasport findet zu bestimmten Zeiten und in einer festgelegten Gruppe statt.
Eine Rehasportgruppe besteht aus maximal 15 Personen, die ähnliche Beschwerden haben und mit denen Sie Ihre Erfahrungen austauschen können. Die Dauer einer Trainingseinheit beträgt 45 Minuten.
Das Rehasportprogramm ist eine ganzheitliche Bewegungstherapie mit den Mitteln des Sports und sportlich ausgerichteter Spiele, um die gesamte Bewegung des Patienten zu verbessern. Das Programm wird individuell auf Ihre Person abgestimmt und orientiert sich an Ihren individuellen Beeinträchtigungen.

Wer führt den Rehasport durch?

Die Rehasportgruppe wird von qualifizierten, geprüften, lizenzierten und speziell ausgebildeten Übungsleitern betreut, die in erster Linie Physiotherapeuten, diplomierte Sportlehrer oder Sportwissenschaftler sind und eine entsprechende Übungsleiterlizenz für Rehabilitation haben. Die Rehasportler erhalten eine qualifizierte Beratung und Betreuung durch den Übungsleiter und den behandelnden Arzt.